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Κυριακή, 18 Μαρτίου 2012

Γερμανία – Ορθόδοξοι και Ρωμαιοκαθολικοί καλούν για κοινό εορτασμό του Πάσχα


Paderborn
, 13 /03/2012. Η Μικτή Επιτροπή της Διάσκεψης Ορθοδόξωνκαι Ρωμαιοκαθολικών Επισκόπων στηΓερμανία, ανακοίνωσε την ολοκλήρωση της συνάντησής τους στο Johann Adam Mohler Οικουμενικό Ινστιτούτο στο Paderborn. Σε κοινή ανακοίνωση που εκδόθηκε στο τέλος της Διάσκεψης, καλούν για ένα κοινό εορτασμό του Πάσχα σαν μια ένδειξη της ενότητας των Χριστιανών σε όλο τον κόσμο.
Επικεφαλής των δύο αντιπροσωπειών υπήρξαν ο Ορθόδοξος Μητροπολίτης Γερμανίας Αυγουστίνος και ο Ρωμαιοκαθολικός επίσκοπος Γκέρχαρντ Λούντβιχ Μίλερ.


Η ΑΝΑΚΟΙΝΩΣΗ
Pressemitteilung - 13.3.2012
Deutsche Bischofskonferenz und Orthodoxe Bischofskonferenzveröffentlichen gemeinsamen Text zum Osterfest


(Paderborn, 13.3.2012) Die Gemeinsame Kommission derDeutschen Bischofskonferenz und derOrthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland hat heute in Paderborn einen Textüber Ostern vorgestellt. In derTradition des Ostens wie des Westens ist dieses Fest Mitte und Höhepunkt des Kirchenjahres.An Ostern feiern Christen im jährlichen Rhythmus das gleiche Geheimnis, das sie am Sonntag im wöchentlichenRhythmus begehen: die Auferstehung Jesu Christi. Von daher ist es folgerichtig,dass die Gemeinsame Kommission nach der Broschüre über den Sonntag, die sie vor zwei Jahrenveröffentlich hat, nun einen Text über Ostern vorlegt. In ihm wird – beginnend mit derFastenzeit und abschließend mit dem Pfingstfest – die Feier des Osterfestesbeschrieben. Dabei wird neben allen Unterschieden in den äußeren Formen die Übereinstimmung im österlichenGlauben, die beide Traditionen miteinander verbindet, sichtbar.
Der Text ist vor allem für die Hand der Gläubigengedacht. Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller (Regensburg), katholischerVorsitzender der Gemeinsamen Kommission, äußerte sich erfreut, dass mit dem Text über das Osterfestjetzt der zweite Teil in der Reihe der Dokumente der Gemeinsamen Kommissionüber das Kirchenjahr in der Tradition des Ostens und des Westens vorliegt. „Diegute Resonanz, die die Broschüre über den Sonntag gefunden hat, war für die Gemeinsame KommissionErmutigung und Ansporn, ihre Arbeit fortzusetzen. Mit ihren Texten will sie dazu beitragen, dassdie liturgischen Gestaltungsformen der jeweils anderen Kirche besser verstandenund Missverständnisse ausgeräumt werden. So können Gemeinsamkeiten entdeckt und das gemeinsameZeugnis gestärkt werden.“ Die Arbeit der Gemeinsamen Kommission sei „wichtigund bereichernd für das ökumenische Gespräch“. Auch Papst Benedikt XVI. hattesie bei seinem Deutschlandbesuch imvergangenen Jahr ausdrücklich gewürdigt.
Metropolit Augoustinos (Bonn), orthodoxer Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission,hob die biblische Aussage hervor, die der Apostel Paulus der Gemeinde inKorinth anvertraut hat: „Ist aberChristus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaubesinnlos“ (1 Kor 15,14). Diese theologische Grundlage bleibt von der Tatsache,dass das Osterfest im Osten und im Westen meistens an unterschiedlichenKalenderdaten begangen wird, unberührt. Gemeinsam werden das Leiden, der Todund die Auferstehung dessen gefeiert, der für alle Christen „der Weg und dieWahrheit und das Leben“ ist (Joh 14,6).
Die Gemeinsame Kommission besteht seit 2007. Sie istein katholisch-orthodoxes Dialoggremium, das sich mit theologischenFragestellungen in pastoraler Perspektive befasst. Zu ihr gehören Mitgliederder Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz inDeutschland sowie weitere Experten beider Kirchen. Die GemeinsameKommission hates sich zum Ziel gesetzt, das Kirchenjahr in der Tradition des Ostens und des Westensfür orthodoxe und katholische Gemeinden und ihre Gläubigen sowie die interessierteÖffentlichkeit zu erschließen. Sie führt die Arbeit der früheren Gemeinsamen Kommissionder Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenzfort, die in ihrem 25-jährigen Bestehen eine Reihe von gemeinsamen Handreichungenzu pastoralen Themen publiziert hat.
Die Broschüre „Das Kirchenjahr in der Tradition desOstens und des Westens. II. Ostern – Das Hauptfest der Kirche in Ost und West“kann im Internet in der Rubrik Texte der OBKD als pdf-Datei heruntergeladenwerden. Zum Download steht die Broschüre ebenfalls unter www.dbk.de in derRubrik Veröffentlichungen bereit.
* * *
Statement vonMetropolit Augoustinos von Deutschland
Ich freue mich sehr darüber, dass wir heute dieGelegenheit haben, dieses zweite Faszikel der von uns konzipierten und inAngriff genommenen vergleichenden Darstellung des Kirchenjahres inrömisch-katholischer und orthodoxer Perspektive der Öffentlichkeit zu übergeben.Und das aus zwei Gründen:
Erstens, weil wir gerade die vorösterliche Fastenzeitbegonnen haben und darum kein Zeitpunkt geeigneter sein könnte, dieseDarstellung der Feier des österlichen Festkreises unseren Gläubigen in unserenbeiden Kirchen an die Hand zu geben.
Zweitens, weil die Feste Ostern und Pfingsten mit der vorangehenden Fastenzeit das Zentrumdes Kirchenjahres bilden und die Mitte unseres gemeinsamen Glaubens berühren.Darumbin ich der Meinung, dass die vorliegende Darstellung weit über den praktischenNutzen einer Handreichung für unsere Gläubigen im ökumenischen Miteinanderhinaus auch ein eminentes Zeugnis gemeinsamen Glaubens in einer zunehmendglaubensfernen Gesellschaft ist. Die praktische Ökumene, der wir mit unsererArbeit in der OrthodoxKatholischen Kommission dienen wollen, hat auch einemissionarische Dimension.
Und hier – wie auch sonst und zu jeder Zeit - ist esvon allergrößter Wichtigkeit zu betonen: Mit der Auferstehung Christi von denToten steht und fällt unser Glaube, und das nicht nur in der Zeit der Apostel,sondern auch jetzt. Νach wie vor gilt das berühmte dictum des hl. Apostels Paulus im 1.Korintherbrief: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsereVerkündigung leer und euer Glaube sinnlos“ (1 Kor 15,14). Eine sogenannte Theologie,die den Glauben humanistisch verkürzt und den Menschen „Jesus“ verkündet, währendsie zugleich den Sohn Gottes in das Reich hellenistischer Spekulationabgeschoben hat, hat den Gekreuzigten vom Auferstandenen getrennt, den Herrnverraten und den Glauben in seinem Kern zerstört.
Das ganzeKirchenjahr, aber insbesondere derjenige Abschnitt dieses Jahres, dem unsere Darstellunggilt, ist die Verkündigung und das Zeugnis des Glaubens an die vollkommene und unaufhebbareVereinigung von Gottheit und Menschheit in der Person des Sohnes Gottes. Ja,das Mysterium der Kirche besteht in dieser Verbindung, die wir als dieEntäußerung und die Verherrlichung Jesu Christi glauben und verkünden.Darumhaben wir uns auch nicht auf einen Vergleich liturgischer Rubriken beschränkt, sondern soweit es in diesem Rahmen möglich war, zentrale liturgische Texte zitiert und darüberhinaus den in der Liturgie Gestalt gewordenen gemeinsamen Glauben da, wo es unsratsam erschien, in knapper, prägnanter Form resümiert.
Von diesem Grundkonsens im Wesentlichen unberührt,aber doch nicht unbedeutend ist die Frage des Ostertermins. Es bleibt zuhoffen, dass wir uns auf der Basis der Bestimmungen des 1. Ökumenischen Konzilsvon Nizäa auf einen gemeinsamen Termin werden einigen können. Dann würde nochdeutlicher, was auch jetzt schon gilt: Trotz aller Differenzen und einer durcheine beinahe tausend Jahre währendeTrennung bedingten Entfremdung voneinander sind wir eins im Glauben an den, der„den Tod im Tod zertreten und denen in den Gräbern das Lebens geschenkt hat“.
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Statement vonBischof Dr. Gerhard Ludwig Müller
Die Gemeinsame Kommission der DeutschenBischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland hat sichin den letzten beiden Jahren mit der Feier von Ostern in der Tradition desOstens und des Westens befasst. Als Ergebnis dieser Arbeit legt sie heute derÖffentlichkeit einen gemeinsamen Text vor. In ihm wird beschrieben, wie diesesHauptfest der Christen in beiden Kirchen begangen wird. Die Darstellung beginntmit der vorösterlichen Fastenzeit und der Feier der Heiligen und Großen Wocheoder Karwoche und führt über die Feier der Auferstehung in der Osternacht biszu der sich daran anschließenden, bis Pfingsten andauernden Osterzeit.
Das neue Dokument folgt der Broschüre über den Sonntagals dem Urfeiertag der Christen. Ich freue mich, dass mit dem Text über dasOsterfest nunmehr der zweite Teil in der Reihe der Dokumente der GemeinsamenKommission über das Kirchenjahr in der Tradition des Ostens und des Westens vorliegt. Die gute Resonanz, diedie Broschüre über den Sonntag gefunden hat, war für die Gemeinsame KommissionErmutigung und Ansporn, ihre Arbeitfortzusetzen. Mit ihren Texten will sie dazubeitragen, dass die liturgischenGestaltungsformen der jeweils anderen Kirchebesser verstanden und Missverständnisse ausgeräumt werden. So könnenGemeinsamkeiten entdeckt und das gemeinsame Zeugnis gestärkt werden. Ichverbinde mit der Veröffentlichung der Broschüre wenige Wochen vorOstern dieHoffnung, dass sie katholische wie orthodoxe Gläubige dazu anregt, sich durch dieBeschäftigung mit den Riten und Bräuchen der eigenen wie der jeweils anderenKirche die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens neu zuvergegenwärtigen: den Glauben an die Auferstehung Jesu Christi. Wenn es darüberhinaus gelingt, mit der Broschüre auch weitere Kreise zu erreichen und ihnennahe zu bringen, was Ostern für die Christen bedeutet, dann leistet sie einenwichtigen Beitrag zu dem, was ich als eine Kernaufgabe der Ökumene in unsererZeit ansehe: die Verkündigung unseres gemeinsamen christlichenGlaubens in einerzunehmend säkularisierten Welt.
Die regelmäßigen Treffen der Gemeinsamen Kommissiondienen nicht nur der Erarbeitunggemeinsamer Texte über die Feste desKirchenjahres, sondern auch dem kontinuierlichen Austausch über Entwicklungenund Fragen, die unsere Kirchen betreffen. Beides ist wichtig und bereicherndfür das ökumenische Gespräch und stärkt die katholisch-orthodoxen Beziehungen in Deutschland. Mit Aufmerksamkeitund Freude hat die DeutscheBischofskonferenz die Errichtung einer OrthodoxenBischofskonferenz in Deutschlandverfolgt, die 2010 vollzogen wurde. DieseNeustrukturierung macht deutlich, dass die Orthodoxe Kirche in Deutschlandangekommen ist. Für die Deutsche Bischofskonferenz ist sie neben der EKD undder VELKD ein wichtiger ökumenischer Partner. Die Kontakte, die wir hier in Deutschland unterhalten, und unseretheologischen Gespräche sind eingebunden in die Dialoge, die die katholischeKirche auf Weltebene und auch in anderen Ländern mit der Orthodoxen Kircheführt. Diese Dialoge stützen und befruchten sich wechselseitig und stehen unter der gemeinsamen Zielperspektive,die Wiederherstellung der vollen sichtbaren Einheit der Kirche zu fördern. Auchdie Arbeit der Gemeinsamen Kommission, deren Reichweite sich zunächst sicherauf Deutschland beschränkt, ist in diesem weiteren Kontext zu sehen. So wünsche ich dem neuen Dokument,dass es eine gute Aufnahme findet und die Gläubigen näher zusammenbringt.


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